FPS-Drops und Ruckler beheben: Ursachen, Lösungen und PC optimieren
Kurz gesagt: Finde zuerst heraus, was dich bremst. Liegt die GPU-Auslastung bei fast 100 %, helfen niedrigere Grafikeinstellungen oder Upscaling. Liegt sie deutlich darunter, während die FPS fallen, ist der Prozessor, RAM, VRAM oder ein Hintergrundprozess schuld. Die meisten Lösungen unten kosten nichts.
Schritt 1: das Limit finden
Schalte eine Einblendung mit GPU-Auslastung ein, zum Beispiel MSI Afterburner mit RivaTuner oder das Leistungs-Overlay in der NVIDIA App bzw. AMD Software. Spiel die Szene, in der die FPS einbrechen.
- GPU nahe 100 %: Die Grafikkarte ist das Limit. Auflösung, Preset, Schatten und Raytracing senken oder DLSS, FSR bzw. XeSS einschalten.
- GPU deutlich unter 100 % und FPS niedrig: Der Prozessor begrenzt (häufig in Shootern, Strategie- und Simulationsspielen in 1080p) oder etwas anderes stört. Grafikeinstellungen helfen dann kaum.
- Kurze Hänger bei sonst guter Bildrate: oft VRAM, Shader-Kompilierung, langsamer Speicher oder Hintergrundaktivität.
Unsicher, welches Teil das schwächste ist? Der Bottleneck-Rechner zeigt es für deine Teile und ein Spiel.
Schritt 2: kostenlose Lösungen, die oft helfen
- Grafiktreiber aktualisieren, direkt bei NVIDIA, AMD oder Intel. Neue Spiele bekommen oft Korrekturen über den Treiber.
- Bildwiederholrate prüfen: Einstellungen › System › Bildschirm › Erweiterte Anzeige. Ein 144-Hz-Monitor läuft nach einem Kabel- oder Treiberwechsel manchmal mit 60 Hz. Außerdem muss das Monitorkabel in der Grafikkarte stecken, nicht im Mainboard.
- Laptops: Netzteil anschließen und den Energiemodus „Beste Leistung“ wählen. Unter Einstellungen › System › Bildschirm › Grafik kannst du das Spiel auf „Hohe Leistung“ stellen, damit es die eigene Grafikkarte nutzt.
- XMP oder EXPO im BIOS einschalten, wenn der Task-Manager eine niedrigere RAM-Geschwindigkeit zeigt als auf der Packung steht. Zwei RAM-Module (Dual-Channel) sind schneller als eines.
- Hintergrundprogramme schließen: Browser mit Videos, Aufnahme-Tools, Overlays und Cloud-Synchronisierung kosten CPU-Zeit. Zum Testen schließen.
- Spielmodus einschalten: Einstellungen › Spielen › Spielmodus.
- Spiele auf einer SSD installieren, vor allem große Open-World-Spiele, die während des Spielens Daten nachladen.
Schritt 3: Spieleinstellungen mit der größten Wirkung
- Upscaling (DLSS, FSR, XeSS) auf Qualität oder Ausgewogen bringt meist die meisten FPS bei geringstem Bildverlust.
- Raytracing kostet auf den meisten Karten viel. Als Erstes ausschalten.
- Schatten, Volumennebel und Spiegelungen sind meist die teuersten normalen Einstellungen.
- Texturqualität kostet kaum FPS, solange sie in den VRAM passt. Warnt das Spiel vor VRAM oder ruckelt es nach einer Weile, Texturen eine Stufe senken.
- Ein FPS-Limit knapp unter der Bildwiederholrate des Monitors sorgt oft für gleichmäßigere Frametimes als unbegrenzte FPS.
Schritt 4: Hitze und Hardware
Sind die FPS anfangs hoch und fallen nach einigen Minuten, Temperaturen und Takt prüfen (HWiNFO64 ist kostenlos). Sinkt der Takt bei hohen Temperaturen, drosselt die Hardware: Staub entfernen, Lüfter und Luftstrom im Gehäuse prüfen. Wie du das testest, steht in Gaming-PC testen: Benchmark und Stresstest.
Ruckler, die nicht an deinem PC liegen
Manche Spiele kompilieren Shader während des Spielens, das erzeugt kurze Hänger, wenn ein Gebiet oder Effekt zum ersten Mal erscheint. Das wird nach dem ersten Durchlauf oder mit Patches besser. Sieh in die Steam-Diskussionen des Spiels: Melden viele Leute mit schnellen PCs dasselbe, liegt es am Spiel.
Wenn der PC einfach zu langsam ist
Verlangt das Spiel mehr, als deine Hardware hat, helfen Einstellungen nur begrenzt. doesitrun zeigt die geschätzten FPS für jedes Spiel deiner Bibliothek und welches Teil sich als Upgrade lohnen würde. Lieber gleich einen neuen PC? Der Gaming-PC-Konfigurator stellt komplette Teilelisten für deine Spiele zusammen, mit geschätzten FPS pro Spiel.